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MÄNNERSACHE?"Pst! Über Impotenz redet man nicht! Ein Mann ist nur ein Mann, wenn er kann!" Diese antiquierte Ansicht kursiert auch heute noch in vielen Köpfen. Da die Betroffenen nicht über ihr Problem sprechen, weiß man bis jetzt auch nicht genau, wie viele Männer unter Impotenz leiden. Für Deutschland schätzen Experten, dass es bei jedem fünften im Bett nicht mehr klappt. Doch was schwächt die Manneskraft? Ist es ein Problem des Alterns? Steckt der Kopf oder der Körper hinter der Flaute? Ein Fall für den "Krisenstabmanager"! Erektile Dysfunktion, Erektionsstörung.Impotenz ist aus medizinischer Sicht das Unvermögen des Mannes, den Geschlechtsverkehr regelrecht und befriedigend zu vollziehen. Es gibt zahlreiche Ursachen für Impotenz, die in zwei Kategorien eingeteilt werden können: psychisch und physisch bedingte Potenzproblemeund die gemsichte Variante Häufig liegt allerdings eine Kombination beider Faktoren vor. Psychische Ursachen (psychogene Impotenz) entstehen vor allem durch eine hohe Erwartungshaltung, durch neurotische oder andere psychische Störungen wie Ängste, Partnerschaftskonflikte und Depressionen. Sie können zu Erektionsschwächen oder verfrühtem bzw. verzögertem Samenerguss führen. Ferner kann trotz normaler Erektion des Gliedes der Orgasmus ausbleiben (Befriedigungsimpotenz). Organische Ursachen (symptomatische Impotenz) können Penisfehlbildungen, Diabetes, Gefäßkrankheiten, Rückenmarksverletzungen, Multiple Sklerose, Funktionsstörung der endokrinen Drüsen, Nebenwirkungen von Medikamenten, (Blutdruckmitteln, Psychopharmaka); Nikotin- und Alkoholmissbrauch und der Zustand nach Operation an der Aorta, Prostata oder an der Harnblase sein. Impotenz des Mannes bedeutet in der Regel: Eine Erektionsstörung verhindert die Versteifung des Penis und führt somit zur Unfähigkeit des Mannes, sein Glied in die Scheide einzuführen. Diese Erektionsstörung wird als erektile Impotenz oder erektile Dysfunktion bezeichnet. Ein einmaliges oder aber auch mehrmaliges kurzfristiges Ausbleiben der Erektion ist noch nicht bedenklich. Von einer behandelbaren Erektionsstörung spricht man erst, wenn diese Störung 6 Monate lang kontinuierlich besteht. Eine große amerikanische Studie geht davon aus, dass in Deutschland ca. 5 Millionen Männer unter Impotenz leiden. Den größten Anteil haben hierbei die organisch bedingten Erektionsstörungen mit etwa 80%. Häufig sind vor allem Gefäßerkrankungen, die eine Durchblutungsstörung zur Folge haben. Dies betrifft im hohen Maße Raucher und Herzinfarktpatienten. Bei Rauchern wurden abhängig von der durchschnittlich gerauchten Zigarettenmenge eine um 58-93% häufigere Impotenz gegenüber gleichaltrigen Nichtrauchern ermittelt. Und immerhin zwei Drittel der Herzinfarktpatienten sind aufgrund einer Gefäßstörung impotent. Auch Diabetiker sind überdurchschnittlich von einer gefäßbedingten Erektionsstörung betroffen. Man geht davon aus, dass 30%-60% aller Diabetiker impotent sind. Fast 90% aller diabetischen Impotenzen sind auf organische Ursachen zurückzuführen. Psychische Faktoren wurden bisher zwar überbewertet, sollten aber nicht unterschätzt werden. Sie verstärken oftmals organischen Störungen der Erektion durch zusätzliche Versagensängste und führen so zum Auftreten einer vollständigen Impotenz. Ungesunde Lebensgewohnheiten wie Bewegungsmangel, aber auch Übergewicht haben ebenfalls einen nachgewiesenen negativen Einfluss auf die Potenz. Diagnose: Therapie: Männerarzt Dr.BermesDie Andrologie (Männerheilkunde) ist ein spezielles medizinisches Fachgebiet, das sich mit dem Bau und der Funktion der männlichen Geschlechtsorgane beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der Zeugungsfähigkeit des Mannes. sowie der Impotenz. Die Beratungs- und Therapieangebote können weit gefächert sein. Sie umfassen Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes (Infertilität), Störungen der sexuellen Potenz des Mannes, Entzündungen und Infektionen im Genitalbereich, Erkrankungen der männlichen Brustdrüse, Fragen der Familienplanung (Sterilisation), Unterfunktion der Hoden (Hypogonadismus), Verhütung (Kontrazeption) aber auch Fragen der Zeugungsvorsorge bei schweren Erkrankungen oder vor einer Chemotherapie (Spermakonservierung). Andrologische Beratungen und Untersuchungen werden von speziell ausgebildeten Ärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten, von Urologen und auch von Frauenärzten angeboten. Bei Patienten, die mit Erektionsstörungen zu Dr. Bermes kommen, steht zunächst ein ausführliches Gespräch, bei dem auch die Partnerin anwesend sein kann, im Mittelpunkt. Dabei werden zum Beispiel die Umstände, bei denen die Erektionsstörungen erstmals auftraten, wie und wie oft sie sich bemerkbar machen, erörtert. Ziel ist es, herauszufinden welche Faktoren möglicherweise für die Probleme verantwortlich sind. Ist man nach dem Gespräch der Ansicht, eine organische Ursache könnte vorliegen, schließen sich die bereits erwähnten Untersuchungen und speziellen Tests an. Da häufig aber psychische Faktoren eine Rolle spielen oder auch bei organischen Grunderkrankungen oftmals eine begleitende, verstärkende Funktion haben, arbeiten die Mediziner der Andrologie eng mit Psychologen zusammen. Neue Impulse:Dr. Bermes ist auch als Wissenschaftler tätig. Mit internationalen Kollegen widmet er sich Fragestellungen in er Männerheilkunde und ist bei der Entwicklung neuer Medikationen eingebunden. "Männer sind sehr häufig krank, nur sie spüren es seltener, weil sie immer ysark sein müssen oder wollen", kommentiert er das Rollenverhalten der Männer. Übergewicht fördert Impotenz Je dicker der Bauch ist, desto häufiger haben Männer Probleme mit der Erektion. So das Ergebnis einer amerikanischen Studie. Wer einen Bauchumfang von mehr als 106 Zentimetern hat, verdoppelt demnach sein Impotenzrisiko. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies mit einem erhöhten Blutdruck zusammen hängen könnte, einer der häufigsten Folgen von Übergewicht. Schnarchen macht impotent Betroffen sind vor allem diejenigen, bei denen der Atem nachts aussetzt. Laut einer hessischen Studie leidet jeder zweite sogenannte Schlafapnoe-Kranke unter Potenzstörungen. Helfen kann ein Gerät, dass den Patienten über die Nase beatmet. Hilfe verspricht: Möglichkeiten der PsychotherapieAuch wenn nach neuesten Erkenntnissen überwiegend organische Ursachen bei Erektionsstörungen verantwortlich sind, spielt die Psyche nach wie vor eine entscheidende Rolle. Wie groß die Rolle psychosozialer Faktoren ist, belegen aktuelle Studien: So haben verheiratete Männer weniger Erektionsstörungen als Männer ohne feste Partnerin. Männer in einer glücklichen Ehe leiden wiederum seltener darunter als solche, in deren Ehe Langeweile oder gar Konflikte herrschen. Auch sind lebensbejahende, optimistische, fröhliche Männer weniger von Impotenz betroffen als ängstliche, selbstzweifelnde oder zu Depressionen neigende. Ebenso wirkt beruflicher Erfolg positiv, während Stress und berufliche Überlastung die Erektionsfähigkeit negativ beeinflussen können. Da zahlreiche und sehr unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen, sprechen Psychologen statt von Ursachen von Risikofaktoren. Des wird zum Beispiel bei der sogenannten Versagensangst, eine der häufigsten Gründe für Erektionsprobleme, deutlich. Der auslösende Moment für das erste Versagen, ob organisch oder psychisch bedingt, tritt bei weiteren erfolglosen Versuchen völlig in den Hintergrund. So ergänzen sich mögliche organische Faktoren (z.B. Blutdruckprobleme) und psychische Einflüsse (Angst, Stress), ohne dass man im Nachhinein eine genaue Ursache eingrenzen kann. In einer Psychotherapie können gemeinsam mit einem Psychologen Ängste, Sorgen, Depressionen oder Konflikte aufgedeckt und behandelt werden. Nicht selten tritt dann schon eine spontane Heilung auf, wenn Betroffene über ihr Problem offen sprechen können und die dahinterstehenden Muster erkennen. Psychotherapie ist vor allem dann erfolgreich, wenn auch die Partnerin oder der Partner in die Gespräche mit einbezogen werden. Oftmals ist das psychische Problem verhältnismäßig einfach zu lösen. Psychologen plädieren deshalb dafür, unabhängig davon, ob organische oder psychische Ursachen vermutet werden, bei Erektionsproblemen von vornherein einen Psychologen in die Therapie mit einzubeziehen. TERMIN in der Männersprechstunde über |
Dr. med. Udo R. Bermes
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